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Chance auf Neuanfang bezüglich der Planung der Sportanlage nutzen ! (Februar 2010)
Liebe Tornescherinnen und Tornescher,
Sie erinnern sich bestimmt, an die im vergangenen Jahr kontrovers geführte Diskussion um die Sportplatzverlagerung von der Friedlandstraße zum Großen Moorweg.
Unsere engagierten Mitglieder im Bauausschuss Peter Thormählen und Hans-Georg Meinrath haben seinerzeit recherchiert und stießen dabei auf Herrn Prof. Dr. Kähler an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Was sie dort erfuhren, elektrisierte beide. So kam es zu Gesprächen, dem Studium der Kieler Schriften zur Sportwissenschaft „Sportstätten neu denken und gestalten – planen – finanzieren – bauen – betreiben“ und am Ende dann zu der Einladung an Herrn Prof. Dr. Kähler zu unserem Neujahrsempfang 2010.
Etwa 100 Gäste lauschten aufmerksam seinem Vortrag. Danach war allen, auch unserem Bürgermeister Roland Krügel und dem Vorsitzenden des FCU Tornesch, Carsten Richter, klar, das wir eine Nachhilfestunde par excellence in Sachen Stadtentwicklung und dem Bau von Sportstätten erhalten hatten. Das Ergebnis, so waren alle überzeugt, muss Grundlage für einen Neuanfang in Sachen Sportplatzverlagerung sein.
Die Finanzsituation in Tornesch ist angespannt. Die Baukosten für den neuen Sportplatz und die Kosten für einen weiteren Grundstückskauf wurden für 2010 aus dem Vermögenshaushalt gestrichen. Wie der Bürgermeister richtig erläuterte, haben wir nun die nötige Zeit, die Anregungen des Herrn Prof. Dr. Kähler zu beleuchten und neu zu diskutieren. Zumal es neben der Sportplatzverlagerung auch noch um den Bau einer Tennishalle gehen wird.
Wir bleiben am Ball!
im Namen der FDP-Fraktion
Ihre Ursula Eßler
Fraktionsvorsitzende |
….denn sie wissen nicht, was sie tun.
Der FCU hat von der Stadt ein Gelände, bebaut mit 2 Fußballfeldern und einem Vereinshaus, bis 2025 gepachtet. Die Anlage soll für 5,5 Mio. € ersetzt und erweitert werden. Da dem FCU die finanziellen Voraussetzungen zum Bau der Anlage fehlen, möchte die Stadt für den FCU bauen. Der FCU wird keine wie auch immer geartete Leistung erbringen.
Teile der SPD, die CDU und der Bürgermeister möchten das Gelände an der Friedlandstraße für ca. 5,0 Mio. € an einen Investor verkaufen, um die neuen Fußballfelder bezahlen zu können. Wer könnte das wohl sein? Es sollen dort mehrstöckige Hochhäuser gebaut werden.
Mit der äußerst knappen Mehrheit von 1 Stimme haben CDU und Teile der SPD beschlossen, dass Friedlandgelände zu verkaufen. Das hat folgende Auswirkungen:
- die Tornescher Innenstadt bleibt für alle Ewigkeit das, was sie heute ist, eine bebaute Kreuzung ohne einen öffentlichen, zentralen Platz ohne Attraktionen für Bürgerinnen und Bürger,
- das Gelände Friedlandstraße wird, aufgrund des hohen Grundstückpreises, mit mindestens sechsgeschossigen Hochhäusern bebaut werden,
- die Wohngebiete Innenstadt mit ca. 200 bis 300 Wohneinheiten und Tornesch Ost mit ca. 700 bis 800 Wohneinheiten werden im Wettbewerb zu einander stehen und damit schwerer verkäuflich sein,
- die Tornescher Innenstadt wird durch die Bebauung der Friedlandstraße mit ca. 600 Fahrzeugen zusätzlich belastet werden,
- die Finanzierung „Tornesch Ost“ wird vermutlich erheblich teuer werden als geplant,
- Tornesch erzeugt ein Überangebot an Wohnraum, was dazu führen wird, dass die Immobilien in Tornesch insgesamt an Wert verlieren.
Wenn für 300 Fußballer 5,5 Mio. € ausgegeben werden sollen, wobei keine Partei grundsätzlich den Bedarf an Fußballplätzen in Frage stellt, dann sollten wir auch in der Lage sein, für 13.000 Bürger einen Mehrzweckpark für 1,0 Mio. € aufzubringen. Das ist unsere Meinung. Der Mehrzweckpark = Bürgerpark soll zum Tornescher Zentrum wachsen und ist gedacht als:
- Treffpunkt und Kommunikation für alle Altersgruppen, für Geselligkeit
- für Sport, Spiel, Fitness, Kondition, Beweglichkeit, Ästhetik
- für Musik, Ruhezonen, Ausgleich, Entspannung, Erholung,
- für Veranstaltungen, Weihnachts- und Flohmärkte,
- für Volksfeste, Spaß
- für Ausstellungen,
- und vieles andere mehr
Wer, wie die Stadt kein Geld zum Bauen hat, sollte über Folgendes nachdenken:
- Wer zwingt uns, heute zu bauen, wenn der Pachtvertrag mit dem FCU erst 2025 ausläuft? Da wir zeitlich nicht unter Druck stehen, empfahlen wir, sich zunächst auf die Finanzierung der Fußballplätze zu konzentrieren und das Gelände an der Friedlandstraße nicht zu verkaufen. Was spricht dagegen?
- Bis heute haben weder die Verwaltung noch die SPD oder die CDU eine Bedarfsermittlung, eine Kosten - Nutzen - Rechnung und alternative Finanzierungskonzepte vorgelegt. Warum nicht? Allein die FDP tat dies bereits am 02.03.09, nachzulesen hier
- Warum muss für 300 Spieler eine Mammutanlage für 5,5 Mio. € gebaut werden? Die FDP weist nach, dass der FCU mit sehr viel weniger bestens auskommt.
- Wir schlugen vor, angesichts der Tatsache, dass die Stadt riesige finanzielle Verpflichtungen im 2-stelligen Millionenbereich eingegangen ist, die Ansprüche des FCU zu reduzieren und zwar auf 3,0 Mio. € und den für den Mehrzweckpark auf 1,0 Mio. €, beides zahlbar erst dann, wenn wieder Geld in der Kasse sein würde.
CDU und Teile der SPD verhinderten einen Bürgerbescheid. Die FDP hätte nichts gegen eine Entscheidung der Bürger und Bürgerinnen gehabt. Dann hätten wir genau gewusst, was die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger gewollt hätte. Was spricht eigentlich dagegen? Angst, sich dem Votum der Bürger zu stellen?
Die Grünen, die FDP und ein Mandatsträger der SPD haben gegen die Anträge der SPD und der CDU gestimmt und zwar nicht, weil wir gegen den Bau der Fußballplätze sind, sondern weil zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Geschehen durch Wirtschaftskrise und städtische Verpflichtungen in Millionenhöhe bestimmt wird, und wir zusätzliche Ausgaben in der von der Verwaltung gewünschten Höhe für falsch und unangemessen halten.
Wir sind gespannt darauf zu erfahren, was Hartz IV Empfänger dazu sagen, wenn sie erfahren werden, dass jeder der 300 Spieler nach Ansicht der CDU und Teilen der SPD mit ca. 18.300 € Steuergelder subventioniert werden soll?
FDP Fraktion
Ortsverband Tornesch
Fußballplätze - Mehrzweckpark
- Ziele der FDP -
- Wir werden uns auch in Zukunft für Fußballplätze am Großen Moorweg einsetzen. Hinsichtlich der Ermittlung des Bedarfs folgen wir den Empfehlungen des DFB sowie des Sportzentrums der Universität Kiel unter der Leitung von Prof. Dr. Kähler. Unsere Vorschläge zur Finanzierung basieren auf den Anregungen des Vorstandes der Investitionsbank des Landes Schleswig - Holstein.
- Wir werden uns - allen Widrigkeiten zum Trotz - auch in Zukunft für einen Tornescher Zentrumspark im beschriebenen Sinne einsetzen. Wir wenden uns deshalb gegen den Verkauf des Geländes der Friedlandstraße an einen Investor, der als einziger profitieren wird.
- Wir fordern alle Bürger dieser Stadt auf, sich für einen Zentrumspark zu engagieren. Einer derartigen Initiative sagen wir unsere tatkräftige Unterstützung zu.
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Mit der FDP bekommen sie beides!
Sportplatz oder Stadtpark ist überhaupt nicht die Frage. Mit Sparsamkeit können wir beides erreichen. Wenn alle Ihre Wünsche etwas herunterschrauben dann ist die Umsetzung beider Vorhaben realistisch. Das Konzept der FDP:
- Reduzierung des Fussballplatzes auf 2 Kunstrasenfelder (Kosten dann "nur" 3 Mio EUR)
- Nutzung von Eigenleistungen und Sponsoren des Fußballvereins (die übrigens auch nach einer Tornescher Satzung notwendig sind)
- Gründung einer Stifrung oder eines Vereins für den Bürgerpark zur Finanzierung
Hier finden sie das gesamte Konzept der FDP (wie auf dem Bauausschuss am 3.2.2009 vorgestellt)
oder ?
Alexander Ramin
Vorsitzender |
Redebeitrag von Ursula Essler bei der Informationsveranstaltung des FC Union am 24.2.2009
Es wäre gut, wenn sich die Gemüter schnellstens wieder beruhigen würden.
Fakt ist:
Politik ist für die Rahmenbedingungen in unserer Stadt zuständig. Bei Projekten der Größenordnung in 5 Mio. EUR gibt es natürlich eine Menge Fragen zu klären; Es wäre politisch unredlich, einfach den Vorschlag des Bürgermeisters „Umsiedelung des Sportplatzes 1:1 gegen den Verkauf und die Bebauung
des Grundstückes in der Friedlandstraße abzunicken.“
Die Fragen nach
- dem Bedarf,
- dem Standort,
- der Verkehrsplanung,
- der Finanzierung,
- den verschiedenen Fördertöpfen,
- den Folgekosten,
- der Eigenleistung
- dem Gleichbehandlungsgrundsatz anderen Vereinen gegenüber,
- und der künftigen Nutzung des jetzigen Sportplatzgeländes,
sind doch nicht nur legitim, sondern eine Selbstverständlichkeit. Die Politik muss dieses Fragen beantwortet bekommen und kann dann je nach politischer Auffassung ihre Inhalte politisch formulieren.
Dann wird es Mehrheiten geben für die eine oder andere Lösung und damit müssen wir dann alle leben.
Je transparenter das ganze geschieht um so besser, dann können alle TornescherBürger und Bürgerinnen sich dazu eine eigene Meinung bilden.
Deshalb begrüße ich Ihre heutige Veranstaltung auch sehr. Sie trägt sicher zur Beantwortung vieler Fragen bei.
Leider haben die Äußerungen des Bürgermeisters in der Öffentlichkeit
- Selbstverwaltung weiß nicht, welch' segensreiche Arbeit FCU leistet
- “Spuk” hoffentlich bald vorüber
- Selbstverwirklichung auf Kosten der Allgemeinheit
war einer sachlichen Auseinandersetzung nicht dienlich.
Diese Dinge werde ich in meiner Funktion als Vorsitzende des HA noch thematisieren. Wir sollten alle zusammen einmal tief Luft holen und uns den Aufgaben stellen, die die Planung neuer Sportanlagen in unserer Stadt mit sich bringen. Nicht jeder gegen jeden, sondern alle so gut wir können. Ich kenne niemanden, der gegen moderne Sportanlagen ist und ich kann die Menschen, die sich um die Attraktivitätssteigerung unserer Stadt bemühen, z.B. in Form eines Bürgerparks ebenso gut verstehen.
Wir sollten uns freuen über soviel Engagement. Auch Fußballer profitieren von einem schönen Umfeld unseres Stadtkerns.
Die Entweder/Oder-Frage stellt sich uns als FDP nicht. Wir haben dafür gute Argumente; darüber können Sie sich u.a. auf der Bauausschusssitzung am 2.3.informieren.
Ursula Essler
zum Pressebericht |
Kommentar zur Sportplatzverlagerung
Maxime unseres politischen Handelns sollte sein, das alle Entscheidungen
zum Wohle der hier lebenden und arbeitenden Menschen getroffen werden.
Dabei ist die Gerechtigkeit bei der Verteilung der Mittel für uns alle oberstes Gebot!
Da kann es aus Sicht der FDP Fraktion nicht sein, dass uns bei einem so wichtigen Projekt wie der Sportplatzverlagerung die Anzahl der Fußballmannschaften und die Trainingszeiten, die Anzahl der „gewünschten“ Fußballfelder und die Kostenschätzung – schlichtweg nur „zugerufen“ werden. Bis heute liegt kein einziges Schriftstück auf unserem Tisch, das eine politische Entscheidung einer solchen
Größenordnung rechtfertigen würde.
Dann folgt noch kurz die Schilderung der „Entstehungsgeschichte“ bzgl. der Standortwahl – und wie geschickt in verschiedenen Ausschüssen „harmlose“ Beschlüsse gefasst wurden, um uns dann irgendwann damit zu konfrontieren und weitere detaillierte Fragen abtut mit dem Hinweis auf die „Beschlusslage“.
Wir haben hier im JSS,K+B schon viele gemeinsame Beschlüsse auf den Weg gebracht. Ich erinnere im Besonderen an die Kindergarten- und Schulraumplanungen.
Bei keinem dieser Objekte wurden politische Beschlüsse ohne umfangreiches Zahlenmaterial über die Bedarfe gefasst. Ich habe das endlose Zahlenmaterial
dazu zumindest nicht vergessen.
Warum sollte das beim Sportplatz nun auf einmal anders sein?
Die FDP Fraktion wird sich diesem Arbeitsstil nicht anschließen.
So sehr man sich neue Sportanlagen wünschen kann. So geht es mit uns nicht!
Ursula Esler, Oktober 2008
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Bauausschuss 06.10.08 TOP 7
Der Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Bildung beschloss am 25.2.2008 den Bau neuer Sportanlagen an der K 22. Der Flächenbedarf beträgt ca. 58.000 m2. Die bisherige ca. 34.000 m2 große Sportanlage an der Friedlandstraße umfasst im Wesentlichen 2 Rasensportplätze, ein Vereinshaus und div. Parkplätze. Für die neue Sportanlage sind vorgesehen:
2 Kunstrasenplätze für den Fußball mit Flutlichtanlagen
1 Rasenplatz
1 Bolzplatz
2 Beach - Volleyballfelder
1 Vereinshaus mit Sanitär - und Umkleiden
Diverse Parkplätze
Der Sportausschuss entschied - ohne dazu berechtigt zu sein - schon mal die Standortfrage, genehmigte 50.000 € für die Planung und auch der Erwerb der Grundstücke wurde in Angriff genommen. Alles das gehört nicht in den Sportausschuss. Wir stellen deshalb die Wirksamkeit der Beschlüsse in Frage.
Der Bau der neuen Sportanlagen wird heute im Bauausschuss zum ersten Mal in öffentlicher Sitzung behandelt. Genau dort gehört die Diskussion hin.
Wie auch andere Bereiche unseres Lebens, so unterliegt auch das Thema Sport einem rasanten Wandel. Es stellt sich deshalb zunächst die Frage, wie denn die Sportanlage der Zukunft überhaupt aussieht. Für die Planung neuer Sportplätze empfehlen sich die zahlreichen Studien der Sportverbände. Hier ist Folgendes zu lesen:
- Die Mitgliederzahlen der Vereine werden sinken
- Die demografische Entwicklung wird den Sport stark beeinflussen
- Moderne Sportanlagen sprechen alle Generationen an
- Die Sportplätze der Zukunft werden Multifunktionsplätze sein und zwar z.B. für Sport, Wellness, Kommunikation, Lifestyle und Gesundheit
- Trendsportarten werden kurzfristig integriert
- Das Interesse von Mädchen, Frauen und Alten wird steigen
- Auch Vereinssportplätze werden mit den Schulen eng kooperieren
Die uns vorliegende Skizze über die neuen Sportanlagen enthält keinen Hinweis darauf, dass die Zukunft berücksichtigt wurde. Deshalb möchten wir wissen:
- Wie sieht die Bedarfsanalyse aus? Welches Konzept wird seitens der Stadt verfolgt? Mit welcher Auslastung ist zu rechnen? Wie begründet sich der Bedarf an Plätzen für die Sportanlage? Beim Bau der neuen Sportanlage geht es um ca. 5 Millionen, da möchten wir schon wissen, wofür das Geld ausgegeben wird. Fehlentscheidungen könnten die Bürger auf Jahre hinaus belasten.
- Welche Standorte wurden untersucht und wie bewertet? Hier fehlen eine Zusammenstellung und die Einzelbewertungen für jeden einzelnen möglichen Standort. Es reicht uns nicht, wenn mal in diesem und mal jenem Ausschuss im nichtöffentlichen Teil die Standortfrage angerissen wurde. Die Öffentlichkeit und wir Politiker haben Anspruch auf Klarheit und eine überzeugende Darstellung der Argumente für die Wahl des Standortes. Sportplätze gehören zweckmäßiger Weise in die Nähe von Schulen. Wie sonst könnte man kooperieren?
- Wer ist als Eigentümer bez. Besitzer der Sportanlagen vorgesehen? Die Stadt oder der Verein? Es wäre in jedem Falle vorteilhafter, wenn der Verein Eigentümer würde, wie allgemein üblich. Sportanlagen werden in der Regel zu etwa 20% durch die Stadt und zu 80% durch Andere finanziert. Vereine haben hinsichtlich der Finanzierung vielmehr Möglichkeiten als die Stadt. Ist das untersucht worden?
- Sollte indes die Stadt die Absicht haben, das Gelände zu kaufen, dann möchten wir erst recht alle Modalitäten vorher kennen. Aufgrund der Aussage im Ausschuss JSSKB müssen wir befürchten, dass die Verwaltung nicht einmal davor zurückschreckt, für 5,0 Mio. € das Tornescher Tafelsilber zu verscherbeln.
- Wäre es so undenkbar, die vorhandenen Sportanlagen an der Friedlandstraße zu modernisieren, zu sanieren und einen der Plätze als Kunstrasenplatz umzubauen? Ist das untersucht worden?
- Wir wissen, dass Fußball eine der bevorzugten Sportarten der Deutschen ist. Nichts dagegen. Aber es wäre von uns völlig unangemessen, die Interessen eines wichtigen, aber keineswegs alleinigen Vereins über die Interessen der Allgemeinheit zu stellen.
Wir sind für eine neue oder umgebaute Sportanlage und wären deshalb für eine großzügige, angemessene Unterstützung der FC Union, aber nur dann, wenn eigene, finanzielle Bemühungen des Vereins erkennbar sind. Niemand kann doch ernsthaft erwarten, dass wir ja sagen zum Verkauf zum Beispiel eines Grundstückes, nur um einen einzigen Verein zu unterstützen.
Was sagen wir all jenen Anliegern einer Straße, die die Kosten für den Ausbau ihrer Straße zu 90 Prozent tragen müssen? Was müssen wir anderen Sportvereinen antworten, die ähnliche Anforderungen an die Stadt stellen dürften, wenn die FC Union so einseitig bevorzugt werden würde? Vor einer Abstimmung hätten wir gern folgende Unterlagen:
- Bedarfsanalyse
- Untersuchung der Standorte
- Klären der Eigentumsfrage
- Kostenschätzung
- Klärung der Finanzierung
Es macht für uns keinen Sinn heute über eine Änderung des F - Plans zu beraten, wenn die eben erwählten Punkte nicht zweifelsfrei im Vorfeld geklärt und beraten wurden. Wir stellen deshalb den folgenden Antrag:
Antrag
Wir beantragen über die Änderung des F - Planes heute nicht abzustimmen. Die Abstimmung erfolgt nach Vorlage und Diskussion der oben erwähnten Unterlagen.
Peter Thormählen
03.10.2008 |
Sportkonzept Tornesch - Ein Positionspapier der FDP
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März 2008
Die FDP Tornesch befürwortet eindeutig die Errichtung einer neuen Sportanlage am Großen Moorweg, so denn die Eigentumsverhältnisse dort rechtlich geklärt sind. Das haben wir bisher deutlich gemacht und daran ändern wir auch nach Bekanntgabe der neuen Sachstände nichts. Wir haben diese Forderung bereits in unserem Wahlprogramm 2003 erstellt und halten daran fest. „Das heißt jedoch nicht, dass wir uns für dieses Projekt der Durchwinke-Politik von CDU und SPD anschließen werden“, so Ursula Eßler und Alexander Ramin übereinstimmend.
Alexander Ramin: „Unsere Enthaltung zu dem aktuellen Beschlussvorschlag hat daher mit „Miesmachung“ des Projektes, wie es die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Fischer auf der SPD- Mitgliederversammlung nannte, überhaupt nichts zu tun. Wir haben unsere Zustimmung lediglich verweigert weil wir Projekten dieser Größenordnung nicht auf Basis einer Skizze und groben Überlegungen zustimmen können.“
Zu einem Beschluss eines solch großen Projektes gehören nach Ansicht der FDP-Fraktion mindestens:
- Eine Erhebung des Bedarfes an Sportstätten in unserem Ort. Als Beispiel dazu sehen wir die Errichtung eines Lehrschwimmbeckens. Aber auch andere Sportangebote sind zu überprüfen
- Eine detaillierte Planung der Anlage
- Ein Nutzungskonzept mit Planung von Bedarf und Nachfrage sowie Verkehrsegelung
- Ein Investitions- und Kostenkonzept
Weiterhin ist die Gegenfinanzierung durch den Verkauf des alten Standortes zu bedenken. Wir sind nicht bereit, zu jedem Preis und ohne städteplanerisches Konzept diesen zentralen Standort beliebig zu veräußern.
Ursula Eßler: „Zur Zeit liegen außer eine Skizze und vagen Finanzierungskonzepten, die wir bisher ausschließlich der Presse entnehmen konnten, keine Details vor. Die Tatsache, dass der Ausschussvorsitzende Horst Lichte (SPD) über einen Leserbrief fehlende Informationen aus der Sitzungsvorlage nachliefert spricht für sich.“
Der Antrag des TUS Esingen für einen Zuschuss zur Ausstattung des Spielmannszuges mit neuen Vereinsuniformen wurde in derselben Sitzung zurückgewiesen, weil verwaltungsseitig noch keine Prüfung über die Zuschusshöhe stattfinden konnte. Hier geht es um einen Betrag von max. EUR 15.000,00!
Bei der Sportanlage geht es nach Informationen aus einem Interview des Bürgermeisters mit der Presse um ca. 5 Mio. EUR. Weitere Angaben über das Finanzvolumen liegen der Politik nicht vor. Und wir staunen: Das Projekt wird von CDU und SPD allein mit dem Hinweis auf ihr Wahlprogramm munter durchgewinkt?
Die FDP Tornesch setzt sich für eine transparente und nachvollziehbare Politik in allen Bereichen ein. Auch beim Thema Sportplatz werden wir diesen Grundsatz nicht verlassen. Was von der SPD als Miesmachen des Projektes verstanden wird bedeutet für uns, dass die SPD scheinbar auch ohne Details Entscheidungen treffen kann. Wir können das nicht.
Es gibt viele Beispiele in Tornesch, wo mangels fehlender Informationen und Planungen Fehler gemacht wurden, Diese sollten nicht wiederholt werden. Schließlich ist die Entscheidung für ein Sportangebot in dieser Größe für eine lange Zukunft ausgelegt. Dieser Aufgabe stellen wir uns und nehmen die Herausforderung an, tiefer in die Details einzuzeigen. In einem neuen Sportplatzangebot in Tornesch liegt eine enorme Chance, das Angebot für unsere Stadt nachhaltig zu optimieren und zu prägen. Wir wollen, dass diese Chance im Zusammenarbeit mit den Sportvereinen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen wird.
Ursula Eßler Alexander Ramin
FDP-Fraktionsvorsitzende FDP-Ratsherr
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