Die FDP-Fraktion-Tornesch besteht aus 2 Ratsherren und 10 bürgerlichen Mitgliedern. In den Ausschüssen haben wir zurzeit jeweils einen Sitz.

Auch wenn ein Ausschussmitglied die Abstimmungen nur geringfügig beeinflussen kann, so können wir doch mit unseren Beiträgen in den Beratungen häufig etwas bewegen.

Verkehrsentwicklung in Tornesch

Der aktuell geschlossene Bahnübergang in Prisdorf gewährt uns einen Blick in die verkehrstechnische Zukunft. Durch Tornesch fließt zusätzlich der gesamte Verkehr der Nachbargemeinden und ohne eine effektive Umgehungsstraße und Verkehrsführung wird die Belastung auch in Zukunft hoch sein.

Eine Verkehrsentlastung kann nur durch ein Paket von Maßnahmen erreicht werden. Dazu gehört auch die Erweiterung der Park&Ride- und Fahrradstellplätze speziell am Bahnhof. Die Fahrradwege müssen instand gehalten und weiter ausgebaut werden. Nur attraktive Fahrradwege laden ein, innerhalb des Ortes vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen.

Der vorliegende Verkehrsentwicklungsplan hat die Stadt viel Geld gekostet, aber keine Lösungen gebracht. Wir bleiben dabei: Die große Kreuzung braucht keine zusätzlich gebaute Rechtsabbiegerspur, sondern eine intelligente und günstige Verkehrsführung. Obwohl niemand garantieren kann, dass der von der SPD und der CDU beschlossene Rechtsabbieger eine Entlastung des Verkehrs bewirkt, soll er trotzdem gebaut werden. Unser Vorschlag, die einzelnen Straßen EINZELN grün zu schalten und damit den bremsenden Begegnungsverkehr auszuschließen, wurde abgelehnt. Diese einfache Maßnahme hätte dazu geführt, dass pro Ampelphase ca. die dreifache Menge Fahrzeuge die Kreuzung überqueren könnten. Dass so eine „einzeln geschaltete Ampel“ hervorragend funktioniert, kann in Pinneberg (Kreuzung Hochbrücke/Mc Donalds, 21-spurig) und in Hamburg (Kieler Straße/Sportplatzring, 28-spurig) beobachtet werden.

Unser Antrag, die von uns vorgeschlagene Ampelschaltung von einem neutralen Gutachter mit dem Rechtsabbieger auf Effizienz und Effektivität hin überprüfen zu lassen wurde abgelehnt. Zum Hintergrund unseres Antrages: Wir wollten, dass die beiden Alternativen NEUTRAL geprüft werden. Die Verwaltung hat den Vorschlag „Rechtsabbieger“ von dem Unternehmen prüfen lassen, welches den Vorschlag erstellt hat. Das ist so, als wenn der Arzt der den Kunstfehler begangen hat, sich selbst ein Gutachten über seine Unschuld ausstellt. Das bedeutet es werden 7 Bäume im Ortskern gefällt, es werden öffentliche Parkplätze wegfallen und die Kreuzung wird noch größer. Das müsste nicht sein.

Die K22 wird seit fast 40 Jahren geplant, ist völlig überholt und würde Esingen unnötig durchschneiden. Um alle notwendigen Grundstücke für die Umsetzung zu bekommen, wird man Bürger enteignen müssen! Jedes Jahr erhalten wir die Ankündigung, dass das Planfeststellungsverfahren zum Herbst abgeschlossen sein wird. Dann wird der Kreistag entscheiden müssen, ob die K22 auch so gebaut werden soll. Wir sind nicht gegen die K22, nur gegen die geplante Trasse. Eine Entlastung von etwa 16% ist beinahe nutzlos. Es geht darum den überörtlichen Verkehr um Tornesch herumzuführen und nicht hindurch. Spätestens am Kreisel wird die K22 ausgebremst.

Die Verkehrsplanung muss dringend über die Grenzen von Tornesch hinaus betrachtet werden, um Lösungen zu finden. Ebenso die Verkehrsströme in ganz Tornesch.

CDU aus Tiefschlaf erwacht?

Reaktion auf Artikel „CDU erläutert ihre Pläne für Tornesch“ (Uetersener Nachrichten vom 7.04.2018)

Während ich den Artikel las, kam ich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Herr Kölbl war scheinbar die letzten fünf Jahre mit der CDU im Tiefschlaf.

Plötzlich kennt er die Haushaltslage nicht mehr, dabei war dieser noch vor 6 Monaten in der Beratung.

Bienenfreundliche Blühstreifen wurden bereits beschlossen und werden von der Verwaltung umgesetzt, will man sich hier mit fremden Federn schmücken?

Die Ortskerngestaltung und Natur erhalten sind wunderbare Ziele, aber wie soll das vereinbar sein mit dem von der CDU unterstützten Rechtsabbieger, der die große Kreuzung zum Monstrum macht und 7 Bäume kosten wird?

Weitere Baugebiete sollen verhindert werden, also auch Gewerbegebiete? Die Einnahmequelle der Stadt? Wie sollen dann all die Wünsche der CDU bezahlt werden?

Wahlkampf muss sein und Unterschiede herausgearbeitet werden, aber dabei sollte die Wahrheit nicht auf der Strecke bleiben. Eine neue KiTa zu bauen, war kein Vorschlag der Verwaltung, sondern der Politik. Bildung beginnt aus unserer Sicht bei den Kleinsten.
Herr Janz stellte auf einer CDU-Veranstaltung im Beisein zahlreicher KiTa-Vertreter fest, dass man als KiTa-Erzieherin "ja nicht so intelligent sein müsse". Solch ein Erziehungsbild sollte ein für alle Mal der Vergangenheit angehören! Die vorausschauende Planung von Sabine Kählert und ihrem Team war stets im Sinne der Eltern und gleichzeitig mit Blick auf den Haushalt.
Hat die CDU vergessen, dass zwischen der Schließung des Bonhoefferhauses und dem beschlossenen Neubau der KiTa Seepferdchen auch die KiTa der Wabe neu eröffnet wurde? Eine solche vorausschauende Planung hätte ich mir von der CDU gewünscht, als es um die Frage des Verkehrsabflusses aus dem Gebiet Tornesch am See ging. Doch da meinte man seitens der CDU, erst einmal bauen und dann werde man sich um den Verkehr kümmern.
Um es noch einmal ganz klar zu beschreiben: Die Politik bestimmt und die Verwaltung führt aus.
Übrigens auch der Bürgermeister ist Verwaltung. Da erscheint es besonders pikant, dass der Bürgermeisterkandidat der CDU seine Ziele mit dem Wahlprogramm der CDU gleichsetzt.
Doch, ein eigenes Ziel hat er, seine Aussage: „Tornesch könnte auch mehr feiern“. Dazu fällt mir nur noch ein: Wenn „König Roland“ abdankt, brauchen wir keinen Party-Prinzen Janz!

FDP-Tornesch

Sabine und Gunnar Werner

Sommerinterview 2017

Knapp neun Monate sind es noch bis zur Kommunalwahl. Welche Themen stehen bis dahin auf ihrer Agenda? Was will die FDP anschieben bzw. erreichen?

Gunnar Werner: Der Haushalt der Stadt Tornesch muss auf gesunde Füße gestellt werden. Dazu müssen die diversen Gesellschaften, wie z.B. die Grundstückgesellschaft, aufgelöst und wieder dem Haushalt zugeführt werden. An der laufenden Haushaltskonsolidierungsgruppe arbeiten wir konstruktiv mit. Ein solider Haushalt ist die Grundlage für die vielfältigen Aufgaben der Stadt Tornesch.

Sabine Werner: Wir setzen uns für eine familienfreundliche Stadt Tornesch ein. Dazu gehören nicht nur KiTas und Schulen, sondern auch z.B. die Straßenausbaubeiträge. Es geht uns darum die plötzliche Belastung der Hauseigentümer mit einer Rechnung von mehreren Tausend Euro zu verhindern. Das hat schon so manchen Hauseigentümer verzweifeln lassen.

Gunnar Werner: Außerdem werden wir alles unternehmen, um eine absolute Mehrheit einer Partei zu verhindern, damit auch wieder eine echte Abwägung von Möglichkeiten bei den Entscheidungen stattfindet.

Thema Finanzen: Die Haushaltslage ist angespannt. Woran liegt das Ihrer Meinung nach? Sind in den vergangenen Jahren Fehler gemacht worden?

Gunnar Werner: Es müssen endlich strukturelle Einsparungen vorgenommen werden und nicht nur Verschiebungen in die Zukunft. Oft wird eine solche Verschiebung, wie z.B. eine Fahrradwegsanierung durch die Verschiebung ins Folgejahr nur teurer, weil der Fahrradweg mit der Zeit nicht besser wird.

Trotz guter Einnahmen haben wir ein Defizit. Man kann das Geld nicht mit vollen Händen ausgeben ohne eine Struktur und einen Leitfaden zu etablieren. Bis heute hat man keine Ziele definiert, beschlossen wird, was auf den Tisch kommt. Wir bekommen keine Zuschüsse mehr vom Land, weil wir keine „arme Kommune“ sind. Wir sollten also mit unseren Einnahmen auskommen.

Sabine Werner: Die Haushaltslage zu verbessern bedeutet nicht zwingend überall den Rotstift anzusetzen. Hier muss auch die Personalstruktur betrachtet werden. Überlasten wir die Mitarbeiter, werden sie krank und die restliche Arbeit überlastet die Übrigen. Als Kommunalpolitiker haben wir auch die Verantwortung für die Mitarbeiter der Stadt mitzutragen und dafür zu sorgen, dass sie ihre Aufgaben auch erledigen können.

Außerdem muss man nicht jeden Fördertopf vom Land oder Bund mitnehmen. Daraus entstehen oft Projekte, die nicht nötig wären und ein überdimensionales Ausmaß annehmen. Diese Förderungen beinhalten auch einen Eigenanteil der Stadt und meist wird nicht über die Folgekosten nachgedacht. Ob nun die Brücke an der Bahn oder die geplante Fahrradgarage usw., das ist Geldverschwendung im großen Stil! Manchmal ist eben weniger mehr!

Gemeinsam mit der Kubus Kommunalberatung werden Verwaltung und Politik nun den Haushalt unter die Lupe nehmen. Gibt es für Sie dabei Tabus oder rote Linien?

Gunnar Werner: Es gibt keine Tabus beim „unter die Lupe nehmen“. Die entstehenden Ergebnisse müssen dann vor der Umsetzung gut überlegt werden und da kommt die „rote Linie“ zum Zuge. Für uns sind z.B. Kriterien wie Zukunftsfähigkeit und Familienfreundlichkeit wichtig. Außerdem sollte nicht gleich das „Tafelsilber“ verschleudert werden, besser erst einmal strukturelle Änderungen umsetzen. Ein Beispiel: Bevor man ein Grundstück zu Geld macht, was nur einmal möglich ist, würden wir durch Optimierung und Entlastung der Verwaltung, Thema Bürokratieabbau, Kosten einsparen und ganz nebenbei die Mitarbeiter entlasten.

Sabine Werner: Oder gar, wie jüngst geschehen, mal eben die Steuern erhöhen, um mit höheren Einnahmen zu Lasten der Bürger das Defizit auszugleichen. Das finde ich einfallslos und rücksichtslos!

In den vergangenen Monaten spielte das Thema Verkehr eine wichtige Rolle. Nach vielen Diskussionen – und reichlich Kritik von den Liberalen – wurde der Bau einer neuen Rechtsabbieger-Spur in der Esinger Straße an Torneschs zentralem Knotenpunkt beschlossen. Haben Sie sich mittlerweile mit der neuen Spur abgefunden und können dem Bau vielleicht sogar Positives abgewinnen?

Gunnar Werner: Nein, ganz bestimmt nicht! Der jetzige Plan wurde nicht zu Ende gedacht, denn nun werden die Fahrzeuge von der Esinger Straße kommend auf der Ahrenloher Straße auf Höhe der Unterführung stehen. Einzelmaßnahmen bringen hier nichts!

Sabine Werner: Mit dieser schwachsinnigen Entscheidung werde ich mich nie abfinden! Als Demokraten respektieren wir die Entscheidung der Mehrheit, müssen aber nicht zustimmen. Besonders pikant war, dass die Firma, die den Rechtsabbieger vorgeschlagen hat, beauftragt wurde, ihren eigenen Vorschlag auf Sinnhaftigkeit zu prüfen! Wir haben einen kostengünstigen und einfachen Gegenvorschlag gemacht. Bei unserer Idee müssten auch nicht 7 Bäume gefällt werden!

Welche Maßnahmen können Ihrer Meinung nach – zeitnah – zu einer Verbesserung der Verkehrssituation beitragen?

Gunnar Werner: Kurzfristig sehen wir mit Blick auf die Beschlusslage keine Verbesserungsmöglichkeit. Hier wurden schon vor vielen Jahren bis heute Fehlentscheidungen getroffen. Tornesch wird nun einmal mit dem Bahnhof und der Autobahnanbindung auch von den umliegenden Gemeinden belastet. Hierzu wäre eine intensive Zusammenarbeit mit den umliegenden Kommunen notwendig. Es reichen weder die Park&Ride-Plätze, noch ist der ÖPNV ausreichend. Die Fahrradwege werden ebenfalls vernachlässigt. Es hilft auch eine Umgehungsstraße nichts, wenn die Leute zum Bahnhof wollen. Insofern wäre ein umfassendes Konzept mit den Nachbargemeinden zu erarbeiten und umzusetzen.

Sabine Werner: Der vorliegende Verkehrsentwicklungsplan ist das Papier nicht wert auf dem er steht. Es wurde nur Tornesch betrachtet und z.B. die Neubaugebiete ausser Acht gelassen. Das war nur eine Bestandsaufnahme für viel Geld.

Der Kreisel auf der Ahrenloher Straße staut den Verkehrsfluss aus dem Gewerbegebiet. Die Ampelschaltungen in unserer Stadt müssten durch sogenannte intelligente Schaltungen, die sich dem tatsächlichen Verkehr anpassen, ersetzt werden. Eine ganzheitliche Betrachtung des Verkehrs in, um und durch Tornesch könnte zu Erkenntnissen führen, die die Verkehrssituation verbessern würden. Dazu gehören auch Fuß- und Radwege sowie ÖPNV und der ruhende Verkehr.

Wie stehen Sie zur K22?

Gunnar Werner: Unsere Antwort darauf ist sicher bekannt, denn wir lehnen die geplante Trasse ab, da sie keine Umgehungsstraße darstellt. Wir haben vor vielen Jahren eine Alternative vorgeschlagen und auch die Interessengemeinschaft Südtangente bietet eine weitere Alternative! Bei über 30 Jahren Planung, wird doch jedem klar, dass diese Trasse der aktuellen Situation nicht mehr gerecht werden kann oder würden sie ein Auto mit dem technischen Stand von vor 30 Jahren heute kaufen?

Sabine Werner: Mich ärgert an dem ganzen Thema, dass all die Beteiligten nicht miteinander reden und kooperieren. Es gibt keine Bereitschaft neu zu denken! Man will Tornescher Bürger enteignen, damit auf ihrem ehemaligen Grundstück diese Straße gebaut werden kann. Jeder kann erkennen, dass Tornesch bereits gevierteilt ist und nun soll der Stadtteil Esingen auch noch durchschnitten werden?

Was halten Sie von der Idee eines vierspurigen Ausbaus der Ahrenloher Straße?

SabineWerner: Nchts!

Gunnar Werner: Sie wollen sicher auch wissen warum?! Von 2 Spuren auf 4 Spuren, läuft es prima, aber dann von 4 Spuren auf 2 Spuren produzieren wir einen Stau! Im Tornescher Stadtkern können wir nicht 4-spurig ausbauen, also hätten wir hier wieder eine unsinnige Einzelmaßnahme!

Und was halten Sie von einer Stadtbahn zwischen Uetersen und Tornesch?

Gunnar Werner: Wenn man am Haltepunkt Uetersen ein Par&Ride-Angebot hätte, könnte die Stadtbahn sogar die Tornescher Straßen entlasten. Allerdings ist auch hier das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu beachten und so müsste ein durchdachtes Konzept erstellt werden. Die Schwierigkeiten, die sich aus den rechtlichen Umständen und den gegebenen Eigentumsverhältnissen ergeben müssten auch überwunden werden, aber wo ein Wille ist, gibt es auch immer einen Weg.

Sabine Werner: Ansonsten wäre die Stadtbahn-Idee nur „nice to have“! Übrigens meine Mutter würde hier als ÖPNV-Nutzerin (sicherlich vielen anderen aus dem Herzen sprechend) sofort eine Haltestation am Rathaus Tornesch einfordern.

In Oha entsteht ein 57 Hektar großes Gewerbegebiet als Erweiterung des Businessparks. Wie bewerten Sie die Entwicklung Torneschs als Wirtschaftsstandort?

Gunnar Werner: Die Entwicklung des Wirtschaftsstandort Tornesch kann man als sehr gut bewerten. Gewerbesteuerzahlende Betriebe (das sind leider nicht alle) füllen immerhin zu einem großen Teil die Stadtkasse, womit wir z.B. unsere Kindertagesstätten und Schulen finanzieren. Oha ist für die Betriebe schon allein wegen der Autobahnanbindung ein attraktiver Standort.

Stichwort Wohnraum: Wie weit soll oder kann Tornesch ihrer Meinung nach noch wachsen?

Gunnar Werner: Tornesch ist ein interessantes Wohngebiet vor den Toren Hamburgs und wir sind nicht gegen Wachstum der Stadt. Allerdings sind wir begrenzt durch mögliche Flächen für neue Baugebiete. Im Moment sollten wir den Abschluss der aktuell entstehenden Neubaugebiete abwarten, denn die Infrastruktur muss schließlich auch mitwachsen, also Straßen, KiTas, Schulen usw.

Mit welchen Gefühlen betrachten sie das Neubaugebiet Tornesch am See?

Sabine Werner: Mit positiven Gefühlen, was auch damit zusammenhängen mag, dass meine Mutter und viele Freunde dort ein neues Zuhause gefunden haben und sich sehr wohl fühlen. Allerdings habe ich eine Sorge. Das Gebiet hat den Namen „Tornesch am See“ und der See muss nun auch umgesetzt werden. Dabei ist wichtig, dass alle Bürger ihn umlaufen und als Erholungsgebiet nutzen können.

Lediglich die Parkmöglichkeiten sind nicht ausreichend.

Gunnar Werner: Leider wurde hier die notwendige Infrastruktur nicht bis zu Ende gedacht. Nun mussten wir eine neue KiTa in diesem Gebiet beschließen, was ursprünglich nicht geplant war. Erst zu Ende denken und dann handeln! Dies wurde hier nicht gemacht. Siehe auch „Wandersee“. Von der ersten Planung bis heute musste ständig etwas geändert und nachgebessert werden. Dies ist gut zu erkennen am „Wandersee“, der auch immer wieder auf dem Areal verschoben wurde. Schon der Name „Tornesch am See“ fand nicht unsere Zustimmung. Doch nun muss das Versprechen eines Sees gehalten werden!

Ein Blick in die Zukunft: Wie wird Tornesch im Jahr 2030 aussehen?

Sabine Werner: Das sind nur 13 Jahre, aber ich bin sicher, dass die Einwohnerzahl noch stark ansteigen wird. Bis dahin werden wir sicherlich (wie bereits begonnen) unsere KiTas und Schulen durchgehend erneuert und damit grundlegend verbessert haben.

Gunnar Werner: Durch die Erweiterung des Gewerbegebietes in Oha wird die Stadt Tornesch ihre Verpflichtungen besser abgesichert haben. Der Verkehrsfluß wird sich wohl nicht verbessern, allenfalls gleich bleiben.

Sabine Werner: Ich wünsche mir 30er-Zonen in allen Nebenstraßen, um die Gefahr und Belastung für die Anwohner zu reduzieren.

Können Sie sich vorstellen, dass in absehbarer Zeit noch mal jemand einen Zusammenschluss der Städte Tornesch und Uetersen anstoßen wird?

Sabine Werner: Das glaube ich nicht, da sich die Tornescher Bürger gegen eine Fusion ausgesprochen haben. Wir respektieren diesen Bürgerentscheid. Dies hindert uns jedoch nicht durch Zusammenarbeit mit Uetersen Synergieeffekte zu erzielen. Das geschieht bereits auf vielen Gebieten und ist noch ausbaufähig.

Gunnar Werner: Diesem Thema müssten wir uns jedoch wieder widmen, wenn das Land mit einer neuen Gebietsreform dieses vorschreiben würde, wie es schon einmal im Raum stand.

Richten wir den Blick auf die Kommunalwahl im kommenden Mai. Können Sie schon etwas zu Personalien sagen? Wer wird für die FDP antreten?

Sabine Werner: Wir freuen uns, dass unser Fraktionsvorsitzender Gunnar Werner erneut als Spitzenkandidat antreten wird.

Gunnar Werner: Mein Entschluß wird unterstützt durch den regen Zulauf und damit vielen neuen engagierten Mitgliedern, die an der Gestaltung unserer Stadt mitwirken wollen. Ein engagiertes und kreatives Team ist die beste Voraussetzung für eine sinnvolle politische Arbeit.

Sabine Werner: Wie die Kandidatenlage genau aussehen wird, bestimmt jedes Mitglied für sich und die Wahl der Kandidaten auf einer Mitgliederversammlung. Übrigens ist es ein Gerücht, dass wir einen Mitgliederaufnahmestop haben.

Im Mai entscheiden die Tornescher ebenfalls über den Posten des Bürgermeisters. Nach mehr als 30 Jahren an der Spitze der Tornescher Verwaltung steht Roland Krügel dafür nicht mehr zur Verfügung. Bedauern Sie seine Entscheidung, nicht wieder anzutreten?

Gunnar Werner: Roland Krügel hat großartige Leistungen für Tornesch erbracht und sein stetes Engagement gegenüber Kreis und Land für unsere Stadt war lobenswert. Allerdings hat er auch oftmals die Politik zu schnellen Entscheidungen gedrängt, was nicht selten zu späteren Komplikationen führte.

Sabine Werner: Auseinandersetzungen mit Herrn Krügel fanden meist auf sachlicher Ebene statt. Wenn dann doch einmal die Gäule mit ihm durchgegangen sind, hat er bei Kritik sofort den Weg zur Sachlichkeit zurückgefunden, was ich an ihm sehr geschätzt habe. Insofern gibt es ein lachendes und ein weinendes Auge, aber das wird ihm nicht anders gehen, denn er hat es mit der Politik auch nicht immer leicht gehabt.

Wird die FDP einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken? Und wenn ja, wen?

SabineWerner: Nein, aber wir halten uns offen eine Kandidatin oder einen Kandidaten, der unseren Vorstellungen eines kompetenten Bürgermeisters entspricht zu unterstützen.

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