Tornescher Parteien reagieren gelassen auf die Drohung von Uetersens Bürgermeisterin Hansen. Von der Drohung der Uetersener Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) die Ausweisung Tornescher Baugebiete solange zu blockieren, bis der Nachbar den Weg für den Bau der K22 freimacht, lassen sich die Tornescher nicht vom Kurs abbringen.
Das Zauberwort heißt Gesamtkonzept. CDU, FDP und Grüne stellen klar, dass sie zunächst die Verkehrssituation in der Region untersuchen wollen. Ein entsprechendes Gutachten soll möglichst noch in diesem Jahr erstellt werden. Erst dann werde man über den Ausbau der K22 entscheiden.
„Wir sind nicht gegen die K22“, erklärt CDU-Fraktionschef Christopher Radon. Allerdings wollen die Christdemokraten die Strecke nicht „mitten durch Esingen“, sondern auf einer alternativen Route.
Das deckt sich mit der Auffassung der FDP. Deren Fraktionschefin Ursula Eßler betont zudem die Entlastungswirkung für den Tornescher Ortskern, der mit dem Ausbau verbunden sein müsse. Und eben diese Entlastung sieht die Liberale auf der geplanten Trasse selbst bei Grundlage der Verkehrsprognose des Kreises nicht.
Die Grünen könnten sich in dem Streit bequem zurücklehnen. Die Partei ist sowohl gegen den Ausbau der K22 als auch für die geplante Ausweisung neuer Baugebiete im Tornescher Osten – jedenfalls in der Größenordnung. Dennoch weist Fraktionschefin Christiane Clauß die Drohung von Andrea Hansen zurück. Zwar spreche aus ihrer Sicht nichts gegen einen Kräfteausgleich zwischen Uetersen und Tornesch. Doch durch den Bau der K22 würde ausschließlich Tornesch belastet, gibt Clauß zu bedenken.
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