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FDP Tornesch |
Rückblick auf 2009 |
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Streifzug durch ein Tornesch-Jahr Tornesch. Gleich in den ersten Tagen des heute zu Ende gehenden Jahres hatten sich 35 engagierte Tornescherinnen und Tornescher in einer Arbeitsgruppe „Bürger als Experten“ zusammengefunden. Sie folgten einem Auftrag des Bauausschusses, Vorstellungen für eine Nutzung des Geländes an der Friedlandstraße nach Verlegung des FCU-Sportplatzes an den Großen Moorweg zu formulieren. Bereits beim ersten Treffen kristallisierte sich der Wunsch nach einem Stadtpark heraus. Und während die „Bürgerexperten“ Ideen für die Gestaltung eines Stadtparkes sammelten, sich externen Rat einholte n und in einer Sitzung des Bauausschusses am 2. März einen Entwurf für einen Stadtpark als Treffpunkt für Jung und Alt vorstellten, begann sich Tornesch in Stadtparkbefürworter und Stadtparkgegner zu spalten. Die Gegner waren nicht gegen einen Stadtpark, befürchteten jedoch, dass die Verlegung des FCU-Sportplatzes scheitern könnte. Denn die Finanzierung des neuen Sportplatzes sollte über den Verkauf der Friedlandstraßenfläche für Wohnbebauung gesichert werden. Während die Christdemokraten und die Mehrheit der SPD an dem Konzept Finanzierung der Sportplatzverlegung durch Wohnbebauung des Friedlandstraßengeländes festhielten, brachte die FDP Vorschläge für eine Stadtparkfinanzierung und Finanzierung des neuen Sportplatzes in schrittweiser und reduzierter Umsetzung ohne Verkauf der Friedlandstraßenflächen ein. Die knappe Mehrheit von CDU- und SPD-Stimmen brachte nach vielen Diskussionsrunden auch außerhalb der politischen Gremien im Frühjahr dann doch die Entscheidung zur Finanzierung des neuen FCU-Sportplatzes mit Investitionsvolumen von etwa 4,5 Millionen Euro durch Verkauf des Friedlandstraßengeländes. In der Mai-Sitzung des Bauausschusses wurden auf Antrag der SPD die Aufstellungsbeschlüsse zu den Bebauungsplänen „Sportanlagen Großer Moorweg“ und „Alter Sportplatz Friedlandstraße“ ohne die Stimmen der Grünen und der FDP und auch nicht aller SPD-Stimmen verabschiedet. Auf den Weg gebracht wurde im Mai auch die wohnbauliche Entwicklung Tornesch-Ost durch Aufstellungsbeschlüsse für mehrere Bebauungspläne, um auf dem 37 Hektar großen Gebiet zwischen Ahrenloher Straße und Lindenweg eine etappenweise Vermarktung und Bebauung schnellstmöglich zu realisieren. Für den neuen Stadtteil Tornesch-Ost war ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben worden. Der Siegerentwurf eines Dresdner Architektur- und Stadtplanerbüros mit der Leitidee „Grüne Finger“, bei der die ortstypischen landschaftlichen und baulichen Gegebenheiten in Tornesch-Ost aufgegriffen werden sollen, sieht auch eine Art Parkfläche vor. Aus der Arbeitsgruppe „Bürger als Experten“, die in ihrem Streben nach einem Stadtpark und einem Bürgerbegehren dazu keinen Erfolg hatte, gründete sich am 6. April die Fördergemeinschaft „Bürgerpark Tornesch“, die weiter wachsam die Stadtplanung begleiten will. Eingeweiht wurde 2009 die neue Klaus-Groth-Schulsporthalle, die sich als Halle für den Schul- und Vereinssport und als Mehrzweckhalle bei dem Konzert „Messias Superstar“ mit den Uetersener Chorknaben, Solisten und instrumentaler Begleitung bewährte. Auch neue VHS-Räume im Tornescher Hof wurden übergeben und die Kuppel in der Klaus-Groth-Schulsternwarte, wenn auch noch nicht eingeweiht, mit einem Teleskop ausgestattet. Binnen weniger Monate brachten umweltbewusste Tornescher in Zusammenarbeit mit ProBürgerSolar eine Bürgersolargesellschaft auf den Weg. Seit zwei Monaten fließt Öko-Strom vom Dach einer landwirtschaftlichen Mehrzweckhalle und vom Dach des Rathauses. Auch Jubiläen wurden 2010 begangen: So erinnerte die Kirchengemeinde mit einem Veranstaltungstag an das 100-jährige Bestehen des Tornescher Friedhofes und beging der Rassegeflügel- und Kleintierzuchtverein Tornesch mit einer großen Tier- und Zuchtschau ebenfalls seinen 100. Geburtstag. Auch der Sozialverband lud zu einer Veranstaltung aus Anlass seines 60-jährigen Bestehens ein und die Teilnehmer und Ehrenamtlichen des AWO-Mittagstisches erinnerten sich daran, dass diese Einrichtung seit 15 Jahren zum Wohlbefinden vieler Tornescher Senioren beiträgt. Seniorinnen und Senioren jüngeren Alters – die Ü60-Aktiven – trafen sich Anfang des Jahres erstmals zu einem Stammtisch, um gemeinsame Aktivitäten in Angriff zu nehmen. Aus der Idee, aktive Senioren zusammenzuführen, ist eine feste Einrichtung mit regelmäßigen Treffen und Ausfahrten geworden. Das kommende Jahr wird für viele Vereine und Institutionen zu einem Jubiläumsjahr. Auch die Stadt – 725 Jahre Esingen, 80 Jahre Tornesch, fünf Jahre Stadtrechte – hätte Grund zum Feiern. Aber es wird kein Stadtfest geben, denn die Haushaltslage ist angespannt und der Haushalt 2010 wird wohl nicht ausgeglichen sein. Noch ist er nicht verabschiedet, da die Politiker anhand einer Vorschlagsliste der Verwaltung über weitere Einsparpotentiale diskutieren. |
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