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FDP Tornesch |
Situation erkannt |
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Tennisclub braucht Halle / Beschluss mit SignalwirkungEinstimmig signalisierten die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Bildungswesen dem Vorsitzenden des Tennisclubs Tornesch, dass sie den Bau einer Tennishalle für förderfähig halten. Von Sylvia Kaufmann Tornesch. „Wir müssen agieren, damit wir morgen nicht reagieren müssen. Denn wenn wir keinen Winterspielbetrieb in unserem Verein sichern können, trifft uns das nachhaltig“, so Sven Sommer, Vorsitzender des Tennisclubs Tornesch. Er hatte an die Verwaltung einen Antrag auf Förderung des Baus einer Tennishalle gestellt und diesem Antrag ein Angebot für eine Drei-Feld-Halle mit einem Investitionsvolumen von 620000 Euro sowie eine Aufstellung von möglichen Einnahmen, eigenem Finanzierungsanteil und Kosten angefügt. Bislang nutzt der TC Tornesch im Winterhalbjahr die gewerblich betriebene Tennishalle am Uetersener Baßhorn. Die Verlässlichkeit der weiteren Nutzung im Winterspielbetrieb ist für den Verein jedoch infrage gestellt. Der Sachverhalt um die Pächterin und die Pläne des Erbbaurechtsvertragsinhabers lassen den Vorstand des Tennisclub Tornesch befürchten, dass Tennissport in der Halle am Baßhorn für den Verein kurzfristig nicht mehr möglich sein könnte. In diesem Winter soll soweit möglich, die Halle noch genutzt oder Zeiten in anderen Hallen gebucht werden. „Um den Winterspielbetrieb für unsere mehr als 400 Mitglieder, darunter 150 Kinder und Jugendliche, auf Dauer aufrechterhalten zu können, brauchen wir eine eigene Halle. Deshalb haben wird den Antrag auf Unterstützung durch die Stadt gestellt“, erklärte Sven Sommer. Der Tennisclub erhofft sich Unterstützung durch die Stadt in Form eines städtischen Grundstücks über einen Erbbaurechtsvertrag sowie in Form eines Investitionskostenzuschusses. Denn mit Eigenkapitalleistung in Höhe von 124000 Euro sowie noch zu beantragenden Zuschüssen an den Kreis und Landessportverband bliebe eine Deckungslücke von etwa 330000 Euro. Der einstimmig gefasste Beschluss der Politiker im Fachausschuss beinhaltet, dass die Stadt den Tennisclub bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück, das auf dem Wege des Erbbaurechts ausgegeben werden soll, unterstützt, und dass der Tennisclub gebeten wird, ohne dass damit eine Zusicherung für eine Finanzierung gegeben wird, seine Planungen fortzusetzen. Zuvor gab es jedoch eine rege Diskussion (siehe Kasten). STIMMEN AUS DEM AUSSCHUSS Christdemokraten und Grüne wollten eigentlich die Beschlussfassung verschieben. „Wir stehen dem Projekt positiv gegenüber, wollen jedoch erst einmal die Sportplatzverlegung Friedlandstraße abgeschlossen wissen. Außerdem ist die Grundstücksfrage für eine Tennishalle nicht geklärt“, so Henry Stümer (CDU). Auch die Grünen-Politikerin Helga Rahn merkte an, dass ihre Fraktion noch keine Entscheidung befürworte. „Wir wollen uns noch weiter schlau machen“, sagte sie und wollte wissen, warum die Einrichtung eines Sanitärtraktes und eines Sozialraumes nicht zum Angebot für die Tennishalle gehören und wer diese Kosten tragen soll. Vonseiten der FDP kam die Frage, ob die Verwaltung schon eine „Idee“ habe, welches stadteigene Grundstück sie dem Tennisclub zur Verfügung stellen wolle. „Gedanken darüber haben wir uns schon gemacht, sie sind aber noch nicht spruchreif“, so Bürgermeister Roland Krügel. Er machte deutlich, dass die Stadt den Tennisclub unterstützen wolle und erinnerte daran, dass nicht nur im Verein Jugendarbeit geleistet wird, sondern auch durch die Betreuung einer Tennis-Arbeitsgemeinschaft an der Klaus-Groth-Schule. „Was heißt Unterstützung der Stadt? Es müsste ja wohl Kauf eines Grundstücks durch die Stadt heißen?“, hakte Christiane Clauß von den Grünen nach. Vereinsvorsitzender Sven Sommer schloss nicht aus, dass das Tennishallen-Projekt auch über einen Investor realisiert werden könne. Ob eine Tennishalle auch Nutzungsmöglichkeiten für andere Sportarten biete, wollte Peter Thormählen (FDP) wissen. „Eher nicht“, sagte Sven Sommer. Ausschuss-Vorsitzender Horst Lichte (SPD) meinte jedoch, Badminton sei denkbar. „Mit einem Beschluss in unserem Ausschuss erkennen wir den Bedarf des Tennisvereins an. Wenn die Sache dann im Finanzausschuss scheitert, können wir es nicht ändern“, so Lichte.
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